Was ist Hip-Hop?

Hip-Hop ist mehr als ein Musikgenre. Es ist eine in den späten 1970er Jahren entstandene Subkultur, die neben der Musik unter anderem auch Poesie, Streetart, Breakdancing, Beatboxing, DJing, Fashion und eine politische Philosophie miteinschließt. Hip-Hop Musiker spielen in der Regel keine eigenen Instrumente oder haben eine große Band hinter sich. Es ist das besondere Zusammenspiel zwischen den elektronischen Beats und dem Rapper, was Hip-Hop ausmacht. Aus dem Musikgenre Hip-Hop haben sich in den vergangenen Jahrzehnten diverse Subgenres entwickelt. Beispielhaft dafür sind Classic Hip-Hop, East Coast Hip-Hop, West Coast Hip-Hop, Trap oder Alternative Hip-Hop. Die Liste der weiteren Subgenres könnte noch viel weiter ausgeführt werden. Klar ist, dass jedes Jahrzehnt und jeder Künstler seinen eigenen Stil mit in die Welt des Hip-Hops bringt.

Hip-Hop hat seinen Ursprung in der afroamerikanischen Musik, insbesondere im Funk und Soul, doch auch im Rap. Zwei wichtige Mitbegründer des Genres sind der US-amerikanische Hip-Hop-DJ Lovebug Starski und der Hip-Hop-DJ DJ Hollywood.

Bekannte Interpreten des Hip-Hop sind unter anderen der US-amerikanische Rapper Snoop Dogg, das Hip-Hop-Trio 213, die US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe 2 Live Crew, der New Yorker Hip-Hop-DJ Afrika Bambaataa, die US-amerikanische Lead-Sängerin der Band Fugees Lauryn Hill, die US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe Little Brother, die US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe The Black Eyed Peas, der US-amerikanische Hip-Hop-Musiker Murphy Lee, das US-amerikanische Hip-Hop-Duo Naughty by Nature, der US-amerikanische Hip-Hop-Sänger Chris Brown, das US-amerikanische Hip-Hop-Duo Cool & Dre, sowie die Schweizer Hip-Hop-Gruppe Breitbild.

Höre dir hier einige Hip-Hop Songs an, während du weiterliest

Die Geschichte des Hip-Hops

Hip-Hop entstand in den 70er Jahren, als der DJ Kool DJ Herc damit anfing, immer nur den Beat eines Songs zu wiederholen, anstatt das ganze Stück zu spielen. In den 80er Jahren wuchs das Interesse der Musikindustrie an dem Genre, da Hip-Hop immer populärer wurde. Mit den Singles „The Message“ und „White Lines (Don’t Do It)“ bekam der Hip-Hop Anfang der 80er Jahre ein neues Gesicht. Erstmals bestanden die Songs nicht nur aus Partytexten, sondern enthielten sozialkritische Inhalte und beschrieben das Leben in den Ghettos. Auch die kurz darauffolgende Single „Planet Rock“ des New Yorker Hip-Hop-DJ’s Afrika Bambaataa revolutionierte den Hip-Hop. Sie war die erste Single, für dessen Produktion Synthesizer genutzt wurden. 1986 mischten erstmals zwei Bands Rockmusik zum Hip-Hop. Die Songs „Fight For Your Right (To Party)“ von der Hip-Hop-Band Beastie Boys und „Walk This Way“ von der US-amerikanischen Hip-Hop-Band Run-D.M.C. landeten in den Top-Ten.

Der bedeutendste Hip-Hop Song ist das 1988 veröffentlichte Album „It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back“ von der Hip-Hop-Formation Public Enemy. Die Texte des Albums sind hochpolitisch, sowie sozialkritisch.

Am 11. August 2017 veröffentlichte Google ein Doodle zum 44. Geburtstag des Hip-Hops. Das genaue Datum gibt die erste Hip-Hop-Party an, die am 11. August 1973 in New York City stattfand.

In den 2000er Jahren erlangte besonders Detroit Bekanntheit durch das Genre Hip-Hop, dies geschah insbesondere durch den US-amerikanischen Rapper Eminem, der auch als „King of Hip-Hop“ bezeichnet wird.

Der Hip-Hop ähnelt dem Rap und einige Künstler werden zu beiden Genres gezählt.

Weitere Fakten zum Hip-Hop

Es gibt diverse Filme zum Hip-Hop, wie der amerikanische Spielfilm „Wild Style!“ von 1982, der als erster Film über Hip-Hop gilt. Ebenfalls ein wichtiger Film ist der US-amerikanische Breakdance-Film „Beat Street“. Auch „8 Mile“, „Style Wars“, sowie der deutsche Hip-Hop-Film „Status YO!“ und „Street Style“ sind bekannte Filme über das Genre Hip-Hop.

Zudem gibt es diverse Bücher und Zeitschriften über Hip-Hop.

4 Subgenres des Hip-Hops

1. East Coast Hip-Hop

Unter East Coast Hip-Hop versteht man Hip-Hop-Musik von der Ostküste der USA, die sich dort in den 80er Jahren entwickelt hat.

2. West Coast Hip-Hop

Unter West Coast Hip-Hop versteht man Hip-Hop-Musik, die in den 80er Jahren an der Westküste der USA entstanden ist.

East Coast vs. West Coast

Beim East Coast vs. West Coast ging es um eine Auseinandersetzung im Hip-Hop zwischen der Ostküste und der Westküste der USA. Während des Streits wurden unter anderem der US-amerikanische Rapper Tupac Shakur und der ebenfalls US-amerikanische Rapper The Notorious B.I.G. erschossen. Die Täter wurden nie gefunden. Der Streit begann mit einem Wettstreit der beiden Label Bad Boy Entertainment von der Ostküste und Death Row Records von der Westküste. Beide produzierten das Genre Hip-Hop. 

Auch die Künstler, die bei den beiden Labeln produzierten, begannen einen Streit untereinander. Der Streit geriet außer Kontrolle, als der Rapper Suge Knight während einer Veranstaltung zu den The-Source-Awards gegen das Label Bad Boy hetzte. Als die beiden Gruppen sich im Rahmen der Soul-Train-Awards auf einem Parkplatz begegneten, kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung. 1997 erreichte der Führer der religiösen-politischen Organisation „Nation of Islam“, dass beide Gruppen sich versöhnten und einen „Waffenstillstand“ aushandelten, der nach wie vor besteht. Das Label Death Row Records von der Westküste erzielte keinen Erfolg mehr und musste schließen. Das Label Bad Boy Entertainment hingegen produziert regelmäßig weiter Hits. Auch wenn man so keinen Gewinner des Konflikts festhalten kann, ist doch zu sagen, dass Bad Boy Entertainment einen kleinen Sieg errungen hat, da es noch besteht.

3. Trap

Trap ist ein Subgenre des Hip-Hops, das in den 90er Jahren insbesondere in den südlichen Staaten der USA entstand. Ursprünglich stammt der Begriff „Trap“ aus der Drogenszene. Trap zeichnet sich durch langsame Rhythmen und tiefe Klänge einer großen Trommel aus.

Bekannte Künstler des Traps sind unter anderen der US-amerikanische Rapper 2 Chainz, der britische Rapper 21 Savage, der deutsche Rapper Fler, sowie die deutsche Rapperin Haiyti.

4. Alternative Hip-Hop

Alternative Hip-Hop ist ein Genre, das eher nicht die typischen Merkmale des Hip-Hops aufweist. Die Beats werden eher sparsam verwendet, zudem wird die Musik häufig durch Live-Instrumente erzeugt. Interpreten des Alternative Hip-Hop hatten kommerziell nicht so viel Erfolg wie andere Künstler des Hip-Hops. Jedoch wurden sie bei Kritikern häufig höher angesehen.

4 Bekannte Vertreter des Hip-Hops

1. Snoop Dogg

Der US-amerikanische Rapper und Schauspieler Snoop Dogg wurde 1971 in Long Beach, Kalifornien, geboren. Snoop Dogg gilt als Hip-Hop-Ikone. Den Namen Snoop gab ihm seine Mutter in Anlehnung an die Cartoon-Figur Snoopy. Schon früh machte er in der Kirche Musik und begann in seiner Schulzeit mit dem Rappen. Der Rapper Dr. Dre war so begeistert von seinem Rap, dass er mit ihm 1990 den Song „Deep Cover“ aufnahm. Nach weiteren Songs nahm Snoop Dogg 1993 sein erstes Soloalbum „Doggystyle“ auf. Mit diesem Album stürmte er die Billboard-Charts und landete direkt auf Platz eins. In der folgenden Zeit arbeitete er mit verschieden Künstlern zusammen. Der größte Auftritt seiner Karriere kommt erst noch, wenn er im Februar 2022 zusammen mit Eminem und weiteren Künstlern beim Super Bowl auftreten wird.

Neben seiner musikalischen Karriere ist er auch als Schauspieler, sowie als Geschäftsmann tätig. Er verkauft Fanartikel von sich. Außerdem hat er eine eigene Bekleidungsfirma und einen Skateboard-Vertrieb. Zudem ist er seit 2019 Werbeträger und Investor für den schwedischen Zahlungsanbieter Klarna. 2018 bekam er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Snoop Dogg lebt zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Long Beach, Kalifornien.

2. Eminem

Eminem, dessen eigentlicher Name Marshall Bruce Mathers III ist, wurde 1972 in St. Joseph, Missouri, geboren. Eminem ist als Rapper, Songwriter und Musikproduzent tätig. 2011 wurde er von der Musikzeitschrift Rolling Stone als „King of Hip-Hop“ bezeichnet. Außerdem erreichte er Platz 83 der „100 größten Musiker“ und Platz 91 der „100 besten Songwriter aller Zeiten“. Seine Texte sind meist aggressiv und beinhalten Gewaltfantasien. Eminem verarbeitet mit ihnen seine Kindheit und Jugend, in der er wegen häufigen Schulwechsels durch Umzüge gemobbt wurde.

 

Eminem veröffentlichte bis jetzt 11 Alben und 81 Singles, sowie 64 Musikvideos und sonstige Musikstücke. Er gewann 15mal den Grammy, einmal den Oscar, 6mal den Echo, sowie weitere Preise. Zudem schrieb er vier Bücher.

Eminem ist der Inhaber des Musiklabels Shady Records.

3. Lovebug Starski

Lovebug Starski wurde 1960 in der Bronx, New York City, geboren. Starski war als Hip-Hop-DJ tätig. Außerdem gilt er als ein Pionier des Hip-Hops. In den späten 70er Jahren startete er seine Karriere als DJ. Kurz darauf wurde er in den Clubs „Disco Fever“ und „Harlem World“ in New York bekannt. 1980 erschien seine erste Single „Positive Life“. Er veröffentlichte weitere Musikstücke, sowie den Soundtrack zu dem Film „Rappin‘“. Lovebug Starski starb am 8. Februar 2018 in Las Vegas, Nevada, an einem Herzinfarkt. Er wurde 57 Jahre alt.

4. DJ Hollywood

DJ Hollywood, der eigentlich Anthony Holloway heißt, wurde 1954 in Harlem, New York City, geboren. Er ist als Hip-Hop-DJ und Sprechgesangskünstler tätig. Er gilt als ein Pionier des Hip-Hops zusammen mit Lovebug Starski. Mit 14 Jahren startete er seine Karriere als Sänger, da er damit nicht so großen Erfolg hatte, wechselte er zum DJing. Ab dem Anfang der 70er Jahre legte er im Apollo Theater und in der Charles Gallery auf. Bald zählte er zu den populärsten Musikern des Old School Hip-Hops. Zudem gilt er als Pionier des Beatjuggling. Beim Beatjuggling mischt ein DJ kurze Abschnitte auf zwei Schallplatten, sodass ein neuer Rhythmus entsteht.

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Breakdance

Breakdance ist eine Tanzform der Hip-Hop-Bewegung. Insbesondere durch afroamerikanische Jugendliche in Manhattan und der Bronx in New York City entstand er zu Beginn der 70er Jahre. Neben Hip-Hop wird Breakdance auch zu Pop oder Funk getanzt. Um den Breakdance zu beherrschen, muss man körperlich fit und am besten auch etwas athletisch begabt sein. Es gibt verschiedene Tanzstile. Der Breakdance wird im Stehen oder auf dem Boden getanzt. Die Tänzer drehen sich auf einer Körperstelle, zum Beispiel auf dem Kopf, oder bleiben in einer besonders eindrucksvollen Position stehen.

Zum Breakdance werden auch Wettkämpfe ausgetragen, der größte von ihnen ist der Battle of the Year, der einmal im Jahr in Braunschweig stattfindet und zu dem Mannschaften aus der ganzen Welt anreisen. 2024 wird breakdancing als Sportart bei den Olympischen Sommerspielen ausgetragen.  

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